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STORIESHome »Audiobook-Review: Und leise schließt die Tür ein finstrer Gast (Musicalegenda)
Einen der wichtigsten Lyriker des beginnenden 20. Jahrhunderts ehrt diese Zusammenstellung von 30 Gedichten: Georg Trakl, der in seinem kurzen Leben ein bedeutsames Werk hinterlassen hat.
Dem fruchtbaren Schoß der Stadt entstammt neben vielen anderen bedeutsamen Töchtern und Söhnen auch einer der wichtigsten Expressionisten deutscher Sprache: Georg Trakl, der in seiner kurzen Lebenszeit (1887-1914) ein bedeutendes Oeuvre hinterlassen hat. Geboren in eine Familie des gehobenen Bürgertums, lernte er durch seine französische Gouvernante die Werke von Baudelaire und Rimbaud kennen, was sich in seinen Gedichten erkennbar widerspiegelte. Während seine künstlerische Anerkennung zu gedeihen schien, riss das Stahlgewitter des Ersten Weltkrieges Trakl in eben jene Tiefe, von der sein Werk kundet. Der Musicalegenda Verlag hat die dankenswerte Anstrengung unternommen, 30 seiner Gedichte zu interpretieren, unaufdringlich musikalisch untermalt von Stephan Wolff. Trakls trotz aller Düsternis wärmende Zeilen werden von Sybille Schrey und Petra Schöler behutsam vorgetragen, während Viktor Pavel teilweise etwas zu schnell liest. Mit seiner schaudernd-schönen Stimmung zwischen fiebriger Todessehnsucht und romantischer Nostalgie schwankend, bildet "Und leise schließt die Tür ein finstrer Gast" den perfekten Soundtrack, um sich fallen zu lassen und in Melancholie zu schwelgen. # # # Andreas Grabenschweiger # # #
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