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STORIESHome »Book-Review : Choral des Todes (Lübbe)
Ein grausamer Mord in einem Gotteshaus, eine Mauer des Schweigens und scheinbar unschuldige Kinder entpuppen sich als Ausgeburt des Bösen...
Das Rezept von Autor Jean-Christoph Grangé ist klar: Unerklärliche Morde, gepaart mit einem ungleichen Ermittlerduo, das vom Leben gezeichnet ist: Der eine ist ein pensionierter, depressiver Polizist, den seine Erinnerungen foltern, ein Exilant, der selbst von Vorurteilen beherrscht wird; der andere ist ein drogenabhängiger Jungspund, allerdings hochintelligent und gebildet, den seine Vergangenheit antreibt, jeden zu jagen, der Kindern etwas antut. Im Lauf der Handlung wird klar, dass jeder auf seine Art mit dem Fall verbunden ist. Wie sich zeigt, steckt hinter den Morden mehr als bloß die Rache an einem Pädophilen. Sie kommen einer Sekte auf die Spur, deren Vergangenheit bis zu den Nazis zurückverfolgt werden kann und zu deren Hauptaufgaben die Erprobung neuer Foltermethoden gehört. Obwohl Grangé die üblichen Klischees wie Pädophile, Nazis, Sekten usw. bedient, so schafft er es Spannung aufzubauen wie kaum ein anderer. Spätestens, wenn das Ermittlerduo aufeinandertrifft und die Mordserie anhält, kann man mit dem Lesen kaum noch aufhören. Man verzeiht sogar die kleinen Schwächen zwischendurch. Grangé hat ein solides Meisterwerk abgeliefert, vielleicht sogar eines seiner bisher besten Bücher. # # # Kathrin Schauer # # #
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