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STORIESHome »Book-Review: Judassohn (Droemer Knaur)
Endlich wieder richtige Vampire, die in ihrem Blutrausch ganze Dörfer auslöschen: Markus Heitz neuer Vampirthriller verspricht spannend zu werden...
Wie gewohnt verknüpft Markus Heitz Vergangenheit und Gegenwart, Mythen und Legenden mit historischen Fakten. Endlich werden die „wahren“ Umstände rund um die Französische Revolution bekannt. Vampire bekommen Gesellschaft von Werwölfen, Hexen und all ihren Unterarten. Natürlich bleiben Rivalitäten und Kämpfe nicht aus.Neben Blutrausch, leergefegten Landstrichen, zerlegten Körpern und herumfliegenden Körperteilen kommen in „Judassohn“ auch Romantik und Erotik nicht zu kurz, wenn die meisten Romanzen dieser Geschichte auch tragisch enden. So metzelt Tanguy nach seiner Wiedergeburt als Vampir seine schwangere Verlobte nieder. Aber auch die lesbische Beziehung zwischen Sandrine und Anjanka wird knisternd und in allen Details beschrieben. „Judassohn“ ist als Einzelwerk lesbar, wenn es auch sicher an manchen Stellen hilfreich ist, den Werwolf-Zweiteiler „Ritus“/„Sanctum“ und die Vorgänger „Kinder des Judas“ und „Blutportale“ zu lesen. „Judassohn“ hebt sich deutlich von dem Einheitsbrei ab, den man im Moment als Vampirroman vorgesetzt bekommt. Das Blut fließt in Strömen und die Leichen stapeln sich. Schließlich sind Vampire keine kleinen verhinderten Kuschelmonster, sondern blutrünstige Jäger, die sich nur schwer kontrollieren lassen. Wer diesen Typ Vampir liebt, wird auch mit „Judassohn“ seine Freude haben. # # # Kathrin Schauer # # #
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