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Book-Review: Sweet Soul Music (Bosworth)

Ursprünglich bereits 1986 auf Englisch erschienen, gilt Peter Guralnicks Buch als unumstrittenes Referenzwerk, wenn es um die Entstehung der amerikanischen Soul-Musik aus den Strömungen Gospel und Rhythm & Blues geht.

sweet_soul_music_cover (c) Bosworth / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Gründe hierfür sind so mannigfaltig wie Soul-Musik selbst: Als es um die Recherche für das Buch ging, waren viele der mittlerweile leider verstorbenen Hauptakteure noch am Leben (Ray Charles, James Brown), und der Autor hatte somit die besten Voraussetzungen, um an interessante Informationen zu kommen. Anscheinend verfügt er über ein ausgesprochenes Talent als Interviewer, denn manche der Anekdoten, die er aus seinen Gesprächspartnern herausbekommt, sind schlichtweg sensationell.


Man muss immer bedenken, dass jeder einzelne dieser Musiker (
Solomon Burke, Aretha Franklin, Wilson Picket, Isaac Hayes, um nur einige wenige zu nennen) auch damals schon uneingeschränkten Legendenstatus genoss. Trotz all seiner Liebe für diese Musik schafft Guralnick immer den Spagat zwischen leidenschaftlichen Erzählungen und sachlichem Abstand, dessen es für so ein Werk zweifelsohne bedarf.


In "Sweet Soul Music" geht es zum Glück aber nicht nur um nette Geschichten und nackte Fakten, sondern auch um den gesellschaftlichen Wandel, der
sich zu dieser Zeit vollzog. Die Musik(-Geschichte) wird stets im Licht des historischen Kontexts beleuchtet, und genau das macht dieses Buch zur Pflichtlektüre, nicht nur für Fans dieser Musik.

# # # Peter Hanzl # # #


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