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Book-Review: Teufelssohn (Droemer Knaur)

Verschwörung gegen den Vatikan: Eine Prophezeiung kündigt die Rückkehr eines dunklen Gottes an.

Teufelssohn Cover (c) Droemer Knaur / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer Kampf um den wahren Glauben geht in die zweite Runde: Nachdem Kommissarin Claudia Bianchi und der nunmehr ehemalige Jesuitenbruder das wahre Grab Petri erfolgreich gegen die "Brüder des Alten" verteidigt haben, folgt nun der nächste Kampf. Paul ist seit zwei Monaten verschwunden, aber Claudia hat keine Zeit zu trauern. Am Forum Romanum sterben vor laufenden Kameras Menschen: Mord und Selbstmord? Oder steckt doch etwas anders dahinter? Es folgen eine Entführung und ein Anschlag auf den Papst. Claudia kommt einer Verschwörung auf die Spur, bei der sie nicht nur auf ihren lange verschollenen Bruder trifft, sondern auch um das Schicksal ihres Kindes bangen muss...


Verschwörungen, Verrat, Mord, Entführung und eine Sekte, die die Wiederkehr ihres Gottes vorantreibt: Eigentlich hat dieser Roman alles, was man von Autor Jörg Kastner so erwartet. Leider schafft er es nicht immer an die Dynamik und Spannung des Vorgängers "Teufelszahl" anzuknüpfen. Dadurch wird manches vorhersehbar. Die Rückblenden Claudias lassen schnell erahnen mit welchem Gegner man es hier zu tun hat. Der alte Gott bekommt endlich einen Namen, Janus, aber viel Neues erfährt man sonst nicht. Die eigentliche Handlung ist schnell erzählt, wird aber durch andauernde Ablenkungsmanöver und teilweise auch unnötige Beschreibungen unterbrochen. Auf den letzten hundert Seiten wird der Roman aber dann doch noch spannend. Leider enttäuscht das Ende mit dem Kampf des Geistes etwas.


Im Großen und Ganzen war der Vorgänger besser, die Spannung hält sich dieses Mal in Grenzen. Zwar muss man sich nicht zum Lesen zwingen, aber so richtig in Stimmung kommt man dabei auch nicht. Einmal kann man das Buch durchaus lesen, danach wird man aber nur mehr dem vielversprechenden Cover einen weiteren Blick gönnen.


# # # Kathrin Schauer # # #



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