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STORIESHome »Game-Review: Need for Speed: Nitro (Nintendo Wii & DS; getestet auf Wii)
Langjährige Fans der "Need for Speed"-Serie hatten es in den vergangenen Jahren nicht leicht ihrem Lieblingsracer treu zu bleiben. Die teilweise gravierenden Veränderungen jedes neuen Teils gingen leider oft auf Kosten des Spielspaßes. Doch man muss den Entwicklern Respekt für den dargebotenen Mut aussprechen, sich neu zu definieren, um neben „Burnout“ & Co. nicht als Schlusslicht über die Ziellinie zu rollen.
Gefahren wird in sechs Regionen, von Brasilien über Spanien bis nach Singapur. In jeder Region gibt es verschiedene Rennarten wie klassische Rundkurse, Eliminator-Rennen, Neben einem Arcade-Modus für ein paar schnelle Rennen zwischendurch gibt es den Karriere-Modus. Zu Beginn kann man sich nur für eine langsame Rennschüssel entscheiden. Das eigene Bankkonto ist noch etwas mager und lässt noch keinen größeren Einkauf zu. Insgesamt sind 30 verschiedene Flitzer im Spiel vorhanden, vom VW Bus bis hin zu Lamborghinis Reventon, kann alles gefahren werden. Die Autos unterscheiden sich dabei in Kategorien wie Fahrverhalten, Beschleunigung und Robustheit. Gefahren werden die ersten Rennen in Brasilien. Neben Geld, gilt es bei den Rennen auch Sterne zu verdienen. Für Platzierungen unter den Top 3 sowie kleinere Mini-Challenges, wobei etwa eine gewisse Style-Punkteanzahl oder Rundenzeit zu schlagen ist, gibt es Sterne. Diese werden benötigt, um Rennen in der jeweiligen Region und im weiteren Verlauf neue Regionen freizuschalten. Erzielt man einen ersten Platz, schalten sich unter anderem neue Pinsel und Decals frei. Wobei wir schon bei dem sehr gut implementierten Painting/Costumization-Feature von "Nitro" angelangt sind. In der eigenen Garage darf gemalt und beklebt werden, dass einem das künstlerische Herz Nachdem man viel Mühe in die Individualisierung gesteckt hat, vermisst man vor allem eines schmerzlich: Einen ordentlichen Multiplayer-Modus oder Showroom, zumindest ein rudimentärer Online-Shop im Stile von "Forza 3" wäre nett gewesen, um seine Kreationen ordentlich zur Geltung zu bringen und eventuell ein paar Kredits zu verdienen. Das hätte die einzigartigen Qualitäten von "Nitro" ordentlich hervorgehoben. Der vorhandene Offline-Multiplayer-Modus ist mittlerweile Standardkost auf Nintendos Konsole. Steuern lassen sich die virtuellen Autos mit allen gängigen Controllern. Die Autos reagieren gut auf die eigenen Kommandos. Das Driften bei Kurven ist ebenfalls sehr wichtig, ist aber in "Nitro" keine Fazit: EA Montreal hat trotz einiger Fehler ein solides Grundgerüst erstellt. Eine ausgefeiltere KI, mehr Strecken und Autos sowie ein überarbeitetes Kamerasystem hätten "Nitro" für längere Zeit auf den Acarde-Racing-Thron gehoben. Berücksichtigen die Entwickler das für einen eventuellen zweiten Teil und spendieren zusätzlich einen ordentlichen Multiplayer-Modus, vielleicht sogar mit Hop-In/Drop-Out Partyfunktionalität, wird das sicher ein hervorragender Titel für die Wii. "Nitro" bietet aber auch jetzt schon eine Menge Abwechslung, einen tollen Soundtrack, viel Spielspaß für mein Racing-Herz und ist sein Geld wert. # # # Andreas Himmetzberger # # # Grafik: 7,0/10 Sound: 8/10 Steuerung: 7,5/10 Spielspaß: 7,5/10 Gesamt: 7,5/10 Entwickler: EA Montral Publisher: Electronic Arts
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