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Game-Review: X-Blades (PS3, Xbox 360, PC; getestet auf PC)

Lara Croft goes Anime, oder wie es aussieht, wenn Manga-Style auf 3D-Adventure trifft.

x-blades1pc (c) Gaijin/Zuxxez/TopWare / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDas ist der erste Eindruck, den man bekommt, wenn man beginnt X-Blades zu spielen. Ganz „Tomb Raider“-like wandert man als sexy Schatzjägerin durch irgendwelche Höhlen oder alte Tempel. Doch als Bewaffnung dienen nicht etwa herkömmliche Handfeuerwaffen, sondern die X-Blades, eine Kombination aus Schwertern und Pistolen. Darüber hinaus lernt die Hauptfigur Ayumi im Laufe ihrer Reise allerhand nützliche Zaubersprüche kennen. Natürlich ist die Jagd nach Schätzen nicht ganz ungefährlich. Ständig stößt man auf neue Monster, die der leicht bekleideten Ayumi ans Leder wollen. Je mehr Monster Ayumi mit ihren Klingen zerschnetzelt, umso mehr Seelen erntet sie, die wiederum zum erlernen neuer Zauber gebraucht werden.


Ab und an trifft man auf stärkere Gegner, die so eine Art „Level-Endgegner“ darstellen. Dummerweise gibt es gegen diese meist nur eine einzige Angriffstaktik, die sich als wirkungsvoll erweist. Alle anderen Zaubersprüche zeigen gar keinen Effekt und wenn man nun alle Seelen für den falschen Zauberspruch ausgegeben hat, kann das recht frustrierend sein. Zum Glück wird mit dem Spiel das Lösungsbuch gleich mitgeliefert und wenn man nicht ewig Monster schnetzeln will um genügend Seelen für alle verfügbaren Zauber zu sammeln, lässt sich ein Blick in das schlaue Büchlein kaum vermeiden. So weiß man zumindest was Wirkung zeigt und wofür man die gesammelten Seelen ausgeben soll. Dass diese Vorgehensweise eigentlich für jeden Level-Endgegner unumgänglich ist, weil man sonst überhaupt keinen Schaden macht, macht die Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Zauber leider relativ sinnlos.


xblades1 (c) Gaijin/Zuxxez/TopWare / Zum Vergrößern auf das Bild klicken„X-Blades“ wirbt vor allem mit seinem neuen Grafik-Konzept. Dabei wird der Versuch einer Verschmelzung von japanischem Anime-Style und Computeranimation unternommen. In den Videosequenzen wirkt das leider noch etwas unausgegoren, kantig und seltsamerweise trotz leistungsstarker Grafikkarte auch ein wenig ruckelig. Dafür ist „X-Blades“ das erste Spiel von dem man ohne Zögern behaupten kann, dass die in-game-Grafik eindeutig besser ist als die Videosequenzen. Der Anime-Style wird zwar beibehalten, aber dadurch, dass die Charaktere im Spiel doch computeranimiert und nicht gezeichnet sind, sieht das Ganze wesentlich stimmiger aus, ganz besonders wenn man auch noch die Blutspritzer in den Einstellungen einschaltet.


Die Steuerung birgt keine großen Überraschungen. Mit WASD bewegt man sich souverän durch jeden Tempel und vier der erlernten Zauber kann man selbst auf Q, E, Y und C legen, wobei die Verwendung der Y-Taste wohl eher Geschmackssache als wirklich praktisch ist. Sobald man die Maus-Empfindlichkeit ganz runter gedreht hat, kann man Ayumi dann auch vernünftig kontrollieren ohne durch zu hektische Kamerabewegungen die Orientierung zu verlieren. Allerdings gibt es eine Frage die man sich jedes Mal, wenn man „X-Blades“ einschaltet. aufs neue stellt: „Wie zum Teufel kann ich raus zoomen??“ Anfangs nervtötend, gewöhnt man sich nach einigen Minuten daran nicht zoomen zu können und stellt fest, dass diese Tatsache das Spielgefühl auch nicht wirklich stört.


xblades2 (c) Gaijin/Zuxxez/TopWare / Zum Vergrößern auf das Bild klickenFazit: Ein nettes Game für zwischendurch, das zwar nicht sehr abwechslungsreich ist, aber trotz grafisch fragwürdigen Videosequenzen mit einer ansprechenden in-game-Grafik durchaus eine Zeit lang Unterhaltung bieten kann.

# # # Katharina Krösl # # #

Grafik: 7/10
Sound: 7/10
Steuerung: 7/10
Spielspaß: 6/10
Gesamt: 7

Entwickler: Gaijin Entertainment
Publisher: ZUXXEZ Entertainment AG/TopWare Interactive


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