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STORIESHome »Movie–Review: Aguirre, Der Zorn Gottes (Kultur Spiegel/Art Haus)
Kinski, wie er leibt und lebt! Der "Wahnsinn", den der einst so geniale, von Wutausbrüchen und Tobsuchtsanfällen geschüttelte, Schauspieler hinterlassen hat, lebt nicht nur auf der Kinoleinwand weiter sondern ebenso an den Leibern einiger seiner einstigen Schauspielkollegen …
Das Drehbuch begründet sich auf Joseph Conrads "Heart of Darkness" und wurde örtlich und zeitlich verlagert. Aguirre gehört einem Trupp spanischer Konquistadoren an, die im 16. Jahrhundert auf der Suche nach dem legendären Eldorado im Urwald des Amazonas sind und zu Abtrünnigen werden, die Aguirre anführt, dessen Ego sich inzwischen auf eine beinahe gottgleiche Ebene gestellt hat. Niemand könnte wohl die Rolle des wahnsinnigen "Aguirre" treffender darstellen als Klaus Kinski, und er hinterlässt beim Zuschauer auch nicht den geringsten Zweifel daran. Über 91 Minuten dreht sich die Spirale eines immer entrückter werdenden "Aguirre", dessen Schlussmonolog an eine Vielzahl von Totenkopfaffen nach dem Verlust der eigenen Tochter wohl zu den überzeugendsten Darstellungen der deutschen Filmgeschichte gehört. Kurzum: Wer Kinski nicht kennt, muss ihn kennenlernen! Und die vorliegende DVD ist jedem, dem geniale und überzeugende Schauspielkunst nahegeht, wärmstens zu empfehlen. Ein Klassiker sozusagen, dessen Schwächen zugleich auch seine Stärken sind und der in keiner Filmsammlung fehlen darf. # # # Mario Miletich # # #
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